Ein Auge aufs Geschäft, eines im Plattenkasten

Bloggernopolis

ist eine Welt für sich. Wer ist am dünnsten, hat die teuerste Schminke, die höhsten Schuhe, die meisten Leser und die meisten Kommentare. "Voll cuuuuter Blog,

ich verfolge dich

, verfolgst du mich auch?"

Gewinne ein Gutschein von

iXYpsylon Schuhhersteller

, like nur meine Facebookseite, schreibe einen Post über mein Gewinnspiel, sein mein Leser in folgenden zehn Einrichtungen und

sortiere meine Sockenschublade.

Ich lade dich zu meinem Geburtstag ein, lädst du mich auch ein? Nö? Dann bist du nicht mehr meine Freundin. Eine

Highschoolcommunity

, mit Einflüssen aus Kindergarten, Leistungssport, Waschküche, und Spiegelsaal mit

Millionen von Streichelhänden.

Bloggen ist nunmal

Selbstbepuschelung durch Fremdbepuschelung.

Satz ohne Wertung, no offense.

Aber wer den ganzen Tag Federn im Gesicht hat, der spürt das kleinste Steinchen dazwischen. Und

Steinchen wollen wir nicht

, nein nein.

Ein Streicheln um gestreichelt zu werden muss also her.

Level up

sozusagen.

Ansprüche haben, Ansprüche erfüllen.

Bessere Fotos, über jeden Satz mindestens

dreimal nachgedacht

, dann nochmal rückwärts drüberlesen, ob nicht versteckte Botschaften enthalten sind und ein bisschen

Glitzerstaub

.

Wenn ich Ansprüche an mich selber entwickle, bekomme ich

Fluchtreflexe.

Betitel etwas als Pflicht und man sieht nur noch meine Staubwolke und den

obligatorischen Tumbleweed

durch die Wüste eiern. Dazu etwas melancholische Musik, die das Bild untermalt.

Deswegen war ich weg und deswegen bin ich wieder da.

So ist das.