Für einen Monat ohne Tier

Andere nutzen den Jahresanfang und die

euphorischen Glücksgefühle

knapp dem Weltuntergang entkommen zu sein dazu, sich jetzt mal endlich richtige Ziele zu setzen. Mehr Sport machen. So. Weniger rauchen, 25 Kilo abnehmen und um Gottes Willen endlich mal

hinter dem Kleiderschrank sauber machen

. Da, wo man sonst immer so schlecht mit dem Staubsauger hinkommt.

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass, je weniger Zeit man sich gibt, mit sich selber Diskussionen zu führen, mehr Sinnvolles dabei rauskommt.

Hauruckeffekt

. Warum muss ich mich zwei Wochen vorher darauf einstellen, ab dem 1. Januar mindestens 3 Liter energetisch aufgeladenes Wasser zu trinken? Warum noch zwei Wochen warten?

Kein Augenblick ist geeigneter um Dinge anzugehen, als der Moment in dem man beschließt sie zu tun.

So. Das war jetzt die Moral für diesen Post. Mein Vorsatz fürs neue Jahr war, in jedem Beitrag so richtig sinnvolle Lebensweisheiten an den Mann zu bringen. Und nicht mehr ironisch sein. Und nicht mehr widersprüchlich. (Und so schnell geht es mit der

Enttäuschung über gebrochene Vorsätze

)

Jetzt zu der eigentlichen Essenz. Ich habe das neue Jahr genutzt um es mit einem

Experiment

zu beginnen. Ich ernähre mich

einen Monat lang vegan

und gucke mal was bei rumkommt. Natürlich hätte ich es auch zwei Wochen vorher starten können, aber hey,

da war Weihnachten und da gibts Hackbraten

. (So viel zum Thema Widerspruch)

Gesehen in Flensburg

Aber darum geht es ja zu meinem Glücke nicht. Ich feiere jetzt

Bergfest

meines Experiments und bin bereit meine überaus interessanten Erkenntnisse mit der Welt zu teilen.

Um das ganze zu verkürzen werde ich interessierte Menschen mit

harten Daten und Fakten

konfrontieren, die ich im folgenden Abschnitt Steckbriefartig zusammenfassen werde:

Grundlage:

Vegan for Fit und Vegan for Fun

von Attila Hildmann, dieser Mann scheint ein Genie zu sein, ich habe noch nichts gekocht, was wirklich ungenießbar war. Einziges Manko Er hat es nicht so mit Mengenangaben. Würde ich mich an seine Angaben halten, dann könnte ich meine

Nachbarn miternähren

.

Ziele:

Wie gesagt, es ist ein Experiment. In erster Linie wollte ich schauen, ob die Umstellung auf eine vegane Ernährungsweise einen

Einfluss

auf mich oder meinen Körper hat. Und ich wollte zusätzlich Sport machen.

Morgen. Ganz sicher.

Körperliche Veränderungen:

Ich brauche mal mehr, mal weniger schlaf, das ändert sich täglich. Zwischendurch war ich mit sieben Stunden schlaf völlig zufrieden und in den letzten Tagen bin ich nach zehn Stunden schlaf immer noch müde.

Ich habe abgenommen. Insgesamt 4 Kilo. Ich bin und war nie zu viel und Abnehmen war auch nicht mein Ziel, also werde ich jetzt ein Auge darauf haben, mich

nicht allzu gesund

und unfettig

zu ernähren.

Bisherige Erkenntnisse

: Vegan aber arm. Es ist wesentlich teurer sich

ausgewogen vegan

zu ernähren. Und es ist pervers, dass man teilweise mehr für eine Tüte Nüsse, als für Fleisch zahlt.

Ich koche mehr

. Kein Wunder. Wenn ich koche, bestimme ich, was hineinkommt und kann leicht überwachen, dass auch ja

kein Tier in meinen Topf hüpft

.

Kurz:

Es ist wirklich aufwändig. Man muss ständig planen was man essen möchte, ob man heute vielleicht noch Hunger bekommt, weil mal schnell was beim Bäcker holen ist einfach nicht drin.