Nur ein Lächeln

Man sitzt im Bus. Oder geht spazieren. Und

der Himmel ist grau

, was auch sonst, man wohnt ja in Hamburg. Damit könnte man sich ja noch abfinden, ich mein,

das ist Hamburg und die Sonne scheint nicht

. Aber dann sind da noch die Leude, die sich durch die Menge schieben. Und oh,

diese Leude

. Jedes Mal wenn ich Menschen sehe, die ihr

persönliches Wölkchen

im Gesicht tragen, muss ich an den

äußerst sympathischen

Punkmenschen denken, der mir seinen Coffee-To-Go-Klimperbecher vor die Nase hielt und mich in punkischer Manier anraunzte:

"Haste mal'n Lächeln?"

"Normal Bruder, warum nicht, hier, gleich noch eins für schlechte Zeiten"

Nicht unbedingt hilfreich dabei, ist natürlich dann das Mannsvolk, welches ein Lächeln als Einladung deutet.

Nein, ich möchte keinen Kaffee und nein, ich möchte dich nicht heiraten. Merci, ich fühle mich geschmeichelt, aber du brauchst mir keine Schublade in deiner Kommode freiräumen, ich hab' nur gelächelt verdammt.

 Warum ist es so abnorm geworden ein bisschen zu Strahlen? Warum wird man in der Bahn morgens um 8 böse über Zeitungsränder angestarrt, wenn die Mundwinkel es wagen

in die Horizontale

zu gehen oder sogar

einen Winkel gen Himmel

anschlagen?

Für eine

normalisierung des Lächelns.

Lächeln schüttet Endorphine aus und Endorphine sind

ne echt gute Sache.

Gesehen in der Schanze