Telefonkleid

Alle halbe Jahre verschluckt mich die Uni für zwei Monate und beglückt mich mit der Aufgabe mir Hausarbeiten aus den Fingern zu saugen. Herzallerliebste Arbeit. 
Aber manchmal muss man sich auch in tiefsten Sumpfzeiten etwas Gutes tun. Mir habens total die bunten Kleider einer bunten Kleider tragenden Bloggerin angetan und weil wir im Stoffladen gerade Telefone reduziert hatten, kam eins zum anderen.

 

Es ist nicht perfekt. Es ist wild. Das passiert, wenn man Nachts zuschneidet. Aber es repräsentiert wunderbar das Chaos in dem ich lebe, wenn das einzige was durch meine Adern fließt, wissenschaftliche Worte sind.

Der Schnitt ist 
dieser hier, ein schön beschriebenes Ebook, auch sehr gut Anfänger-geeignet, da bebildert und en Détail beschrieben. Der Stoff ist dieser hier, ein schöner Baumwoll-Leinen Mix.

Ich mag ja die sechziger Jahre. Wo man einfach zu jedem Anlass weit schwingende Kleider trug und man mit Kleidergröße 38 noch kein Übergrößenmodel war. Manchmal, ganz manchmal, in einem der tieferen Sümpfe, würde ich gerne mal Urlaub in den 60ern machen, adrett aussehen und tanzen gehen.

 


In diesem Sinne plädiere ich für sich-selber-mehr-Gutes-tun, für sich-selber-weniger-mit-Nähsachen-vernachlässigen und für überhaupt-mal-bunte-Kleider-tragen.