Gemüse mit Charakter - Culinary Misfits

Ja, auf die

inneren Werte

kommt es an. Trotzdem wollen

unvollkommene Menschen perfektes Gemüse und Obst

. Geht ja auch nicht, wenn die

Banane zu gerade

ist, um in die Bananendose zu passen. Oder eine Karotte mit

zwei drei vier fünf Beinen

. Wo gibts denn sowas?

Gibt es, wird nur nicht im regulären Handel verkauft. Warum? Weil

irgendein wichtiger Mensch

zu irgendeiner Zeit beschlossen hat, dass

einbeinige Karotten die Norm

darstellen und mehrbeinige Karotten

nicht das Recht auf Inklusion

haben. Aber wie es auch im Bezug auf Menschen, die nicht der "Norm" entsprechen, andere gibt, die sich um Gleichstellung bemühen, gibt es auch

Gemüseretter

, die versuchen, das

Charaktergemüse

an den Mann zu bringen. "

CulinARy MiSfiTS - Esst die ganze Ernte

" heißt das kleine Unternehmen von Tanja und Lea:

 "

Essen ist ein Genuss. Essen ist ein Erlebnis, das uns Kraft für den Tag gibt. Manchmal vergessen wir wo unser Essen herkommt.

"

sagen sie in ihrem

Video.

Und das stimmt. Ich ertappe mich selber oft dabei, wie ich vor dem Gemüseregal stehe und nach kleinen

Makeln in der Paprika suche

. Aber auch

Makelpaprika will gegessen werden

.Was kann die Paprika für ihre Form oder Farbe? Was kann die Paprika für jemanden, der unvorsichtig mit ihr umging und nun hat sie eine kleine Delle?

Noch fahren Lea und Tanja herum, mit einem kleinen Wagen, stehen auf Märkten oder machen das vegetarische Catering bei kleinen und großen Veranstaltungen. Alles aus

unternehmerischer Sicht nicht verkaufbarem Obst und Gemüse

. Bald soll es einen Laden geben. In Berlin Kreuzberg oder Neukölln.

Hier

geht es zu einem Rezept für ein Karottengrün-Pesto. Ich werde testen und berichten.

Gesehen: Streetfotografin Marga van den Meydenberg

Auf meinem

Lieblingsberlinflohmarkt,

traf ich sie letztes mit ihrem bezauberndem Fahrrad, vollgepackt mit Fotokisten.

Marga van den Meydenberg

ist am liebsten Streetfotografin und ihre Fotos l

ießen mich nicht mehr los.

Ich habe mich wieder und wieder durch ihre Fotokisten gewühlt,

konnte mich einfach nicht entscheiden

, doch fand letztendlich eines, welches mich begleiten sollte. Da ist es jetzt, doch finde ich leider keinen passenden Rahmen (ich werde mir wahrscheinlich einen selber bauen müssen, weil das Format so ungewöhnlich ist), deswegen steht es jetzt bei mir auf dem Regal.

Ihre Motive sind

so außergewöhnlich, so aus dem Leben gegriffen, so ironisch, gesellschaftskritisch und-oder witzig

, wie Fotografien nur sein könnten. Marga scheint

mit dem Fotoapparat vor den Augen

durch das Leben zu laufen, nur so kann ich mir die passgenau,

zur richtigen Zeit am richtigen Ort

, fotografierten Szenen erklären.

Ich entschied mich für ein Foto, welches mich

förmlich ansprang

. Ich kann schlecht erklären warum genau, aber ich finde es

großartig

.

Ich hatte mir zum Glück eine Visitenkarte mitgenommen und konnte mir nochmal in Ruhe ihre Internetseiten angucken. Mich ließ der

Hintergrund

meiner Fotografie nicht los, ich wollte unbedingt erfahren,

warum

der Mann mitten auf der Straße auf einem Teppich in einem Sessel, mit seinen Füßen in einer Wanne sitzt und

nicht aussieht, als würde ihm das sonderlich seltsam vorkommen.

Ich schrieb ihr also eine Mail und traf

virtuell eine total liebe Frau

, die sich die Zeit nahm einige Fragen zu ihrer Kunst zu beantworten.

Sie fotografiert am liebsten auf der Straße, das ist der Ort, welcher sie

am meisten inspiriert

, dort kann sie sich am besten auf ihr Umfeld fokussieren und gerade in Berlin passiert an jeder Ecke irgendetwas, sagt sie. Manchmal sieht sie einen schönen Hintergrund und wartet, bis die

richtige Situation

entsteht, manchmal

stolpert sie einfach

in eine hinein.

Durch die Momentaufnahme ist es möglich, einen Gegenstand oder eine Szene aus dem Umfeld zu

isolieren

und ihm oder ihr eine neue Bedeutung zu verleihen.

Gerade deswegen

erklärt sie Fotos nicht gerne

, das

nimmt ihnen die Magie

. Ich fragte nach diesem,

einem meiner Lieblingsfotos

von ihr.

Sie hat völlig Recht

, Kunst ist Kunst und

man sollte sie nicht nach ihrem Ursprung fragen

, sondern so nehmen, wie sie einem erscheint, wie sie einen anspricht, vielleicht sogar inspiriert.

Sie verriet mir den Kontext des Fotos, ich werde ihn aber nicht weitertragen, weil ich ihrer Aussage komplett zustimme.

Man muss nicht alles wissen.

Genau wie mit meinem

Fotomann und seinem Fotohund

in der Schönleinstraße. Er saß dort und jetzt sitzt er auf meinem Regal.

Warum ist völlig irrelevant

, wichtig ist nur, was das Foto mit dem Betrachter macht.

Ich bin zumindest

unheimlich begeistert

von der Art zu fotografieren und ihrem

großartigen Blick und ihr Gefühl für Motive.

Falls ich sie noch einmal treffen werde; und das hoffe ich; werde ich mir mindestens noch drei Fotos zulegen müssen

(es ist mir ein Bedürfnis)

und mich ein bisschen mit ihr unterhalten.

Hier, auf ihrer Internetseite

,

welche nur ihre Streetfotografien enthält, gibt es noch vieleviele Fotografien von ihr, von denen so viele einfach

unglaublich toll

sind.

Ich habe selten so

echte, energiegeladene und lebendige

Fotografien gesehen, wie diese, die mich in so einem Ausmaß nachhaltig beeindruckt haben.

Kunstvoll einlochen

Einer

hupt

, einer

schraubt

und der dritte steht mit lockeren Knien und festem Griff am Schläger und schielt konzentriert zu seinem Ziel, aka

kleine Einbuchtung im Boden

. Hat sie sich ausgedacht?

Hat sie nicht!

Und nein, das ist auch kein Phänomen welches man (ausschließlich) bei Menschen, welche sich in Psychologischer Betreuung befinden beobachten kann.

Es nennt sich Minigolf.

Und

nicht

dieses, welches man mit

verstaubten Urlaubsorten

mit einem überdurchschnittlich hohen Wert an Rentnern in Verbindung bringt, welche in

besockten Füßen

, die in Adiletten stecken von Bahn zu Bahn schlurfen, sondern solches, wo die

hippe Berlinerschaft

, oder die

familiäre Berlinerschaft

oder die

man-setze-Adjektiv-ein Weltschaft

eine mehr oder weniger

ruhige Kugel

schiebt.

Dass ich vom Rollfeld in Berlin-Tempelhof beeindruckt bin, ist kein Geheimnis und meine

Begeisterung stieg

mit der Entdeckung dieser Minigolfanlage

exponentiell

. Das Fandasein, dass ich friste, hat die gute Eigenschaft, dass ich mich in den höchsten Tönen darüber auslassen kann, was ich hiermit durchaus vorhabe.

18 Bahnen gibt es, von 18

unterschiedlichen internationalen Künstlern

gestaltet. Dass bei den Desings mehr Augenmerk auf die

ästhetische

, als auf die

praktische

Funktion gelegt wurde, wurde mir spätestens klar, als ich vier Kinder beobachten durfte, von denen drei lustig die Schläge zählten

(43, 44, 45....)

und der vierte frustriert und ziellos auf seinen Ball einschlug. Aber

geschenkt

... Ganz im Ernst, wer sich auch nur minimal für

verrückte nachhaltige Kunst

interessiert, dem empfehle ich beizeiten einen Besuch. (Wer ungeschickt ist und

nicht so übermäßig strapazierbare Geduldsfäden

besitzt, der kann ja nur den Anblick genießen, oder mit interaktiven Eingriffen (Wasserpumpe, Tischfußballspieler, Drehdingenskirchen yey) die Spieler

bei Laune halten

)

"Das Projekt thematisiert

ökologische Zukunftsfragen

und unser künftiges Verhalten zur Natur. [...] Verwendet wurden

Recyclingstoffe

bzw. solche, die recyclingfähig sind. Die Energie wird zum Teil bereits durch

Sonne

und

Wind

erzeugt. Bald soll die gesamte Anlage autark durch selbst erzeugte Erneuerbare Energie versorgt werden" (

Quelle

)

Ist auf jeden Fall ne top Idee, mit top Umsetzung und ziemlich hohem

Spaß- sowie Kunstfaktor

.