Ein Stück Geschichte

Dass der Mensch nichts aus der Geschichte lernt ist bekannt und fällt immer mal wieder auf, wenn bei Wahlen nationalsozialistische Parteien absurd viele Stimmen bekommen. Auch als Mensch mit deutschen Wurzeln hat man die Vergangenheit nur präsent, wenn man die typische erste Frage von Amerikanischen Mitmenschen, ob wir in Deutschland denn auch Kühlschränke haben, mit Ja beantwortet und die zweite Frage, ob denn Hitler noch an der Macht wäre, schockiert verneint. (Mehrmals erlebt.) Umso wertvoller und wichtiger sind Überbleibsel aus den 1930er/1940er Jahren, die im Gegensatz zu den Zeitzeugen, die sich nach und nach verabschieden, bleiben und einen sanft pieksend, an die Geschehnisse erinnern. Viel wichtiger meiner Meinung nach, als die theoretischen Fakten in der Schule noch und nöcher durchzukauen, bis es ein leicht verdaulicher Brei ist.

Dadurch, dass ich derzeit gerne mit Büchern werkel, bin ich noch mehr in Haushaltsauflösungsläden unterwegs als sonst. Oft finde ich Widmungen in gekauften Büchern, eine schöne Tradition, wie ich finde, die leider mittlerweile gar nicht mehr aktuell ist. Bei diesem stand ich schon mit der Bohrmaschine und Stichsäge im Anschlag als ich folgendes fand:

Dann war das Thema Säge und Bohrmaschine dann auch gegessen. Stattdessen wurde hinten ein Elefantenpo reingebaut. Und jedes Mal, wenn ich jetzt eine Dosis deutsche Geschichte brauche, klappe ich den Deckel auf und atme sie ein.

Buchstiftebox Tutorial

Das Äffchen und ich haben gebastelt. Eher bastelte das Äffchen und ich erledigte Pflichten, aber wir waren beide am Ende des Tages mehr oder weniger erfolgreich. Ich weniger - er mehr und mehr oder weniger zufrieden. Er weniger - ich mehr.
Wir fanden in der "zu verschenken - Kiste" ein paar schöne Bücher und fanden nicht in der "zu verschenken - Kiste" ein bisschen Holz.
Eigentlich habe ich fast körperliche Schmerzen, wenn es einem Buch an den Kragen geht, das ist fast nicht zu vereinbaren, aber mit der Abmachung, dass aus einem nicht mehr belesenen Buch etwas neues, benutzenswertes entsteht, gab mein Gewissen ruhe.

Es ist fast ein Geheimkästchen, in einem Bücherstapel fällt es kaum auf, aber da man eher selten geheime Stifte zu verstecken hat, ist es vielleicht doch einfach nur eine schöne Alternative zu Stiftebechern mit Werbeaufdruck.

Was man dafür braucht:
Ein Buch
Holz (Din A 5, 4-5mm)
Säge
Cutter
Klebeband
Lineal
Bleistift
Sekundenkleber oder Holzleim

Schritt 1

Schritt 1

Schritt 2a

Schritt 2a

Schritt 2b

Schritt 2b

Schritt 3

Schritt 3

Schritt 4

Schritt 4

Und so gehts

Schritt 1
Man messe die Höhe des Buches, unseres war 3cm hoch. Dann nehme man das Innere des Buches heraus, dass nur noch der Umschlag übrigbleibt. 

Schritt 2
Der Holzrahmen, der das untere Schubfach darstellt, soll das Papier ersetzen, braucht also die gleichen Maße wie der Papierblock. An unserem Beispiel orientiert: 18cm x 12cm x 3,5cm. Dieser Holzrahmen wird am unteren Buchdeckel festgeklebt.
Anschließend wird der obere Rand des Rahmens mit Gewebeklebeband an den oberen Buchdeckel geklebt.

Schritt 3
Das kleine Kästchen, quasi die obere Etage, ist 
halb so hoch wie der Rahmen und unseres ist minimal breiter als die Hälfte der Breite des Rahmens und minimal kürzer als die Länge des Rahmens. In Zahlen: 17cm x 7cm x 1,75 cm.
Die Seitenwände des Kästchens haben zudem noch eine Schräge von 45 Grad, die längere Seite zeigt nach oben, damit sie später beim Öffnen und Schließen der Schachtel nicht dem oberen Buchrücken in die Quere kommen. Die Kästchenteile zum Kästchen zusammenfügen und verkleben. Unter dem Kästchen werden zusätzlich Dreiecke befestigt, dessen höchster Punkt 1,75cm hoch ist, sodass die Gesamthöhe des höchsten Punktes des Kästchens so hoch ist wie der Rahmen selbst.
Zuletzt wird das Kästchen von unten mit Gewebeklebeband am oberen Buchdeckel befestigt. Das Gewebeklebeband fungiert hier als Gelenk. Die Schrägen des Kästchens zeigen zum Buchdeckel.

Schritt 4
An den Wänden des Rahmens werden ebenfalls Holzstücke mit einem 45-Grad-Winkel befestigt. Diese fungieren als Schienen, auf denen das Kästchen später laufen soll. Die Position muss mithilfe des Kästchens ermittelt werden. Die Schienen müssen so befestigt werden, dass sich das Buch am Ende lückenlos schließen lässt und sich das Kästchen komplett in den Rahmen absenken lässt.