Beine bis zum Boden. Koffertischchen Tutorial.

Jeder, der mir entgegenkam, sah, welch schöne Beine ich hatte, denn für dieses Projekt bedurfte es ganze drei Paar! Eins, das mich trug und zwei die ich trug. Ich hatte sie gerade davor gerettet, Opfer eines Lagerfeuers zu werden, indem ich mich dazwischenschmiss und danach verlangte die Beine in die Hand zu nehmen! Und so kam es, dass ich an diesem Tage sechsbeinig durch die Stadt lief. Ich hätte auch nicht mit Empörung reagieren können, hätte mir jemand „schöne Beine“ hinterhergeschmatzt. Wie könnte ich, derjenige hätte Recht gehabt: Beine, zu heiß fürs Feuer!

Aus meiner Jäger und Sammlerphase, die ich auf diversen Flohmärkten ausleben konnte, hatte ich noch einen passenden, formschönen Koffer mit Charakter zuhause, dem es allerdings seiner Natur entsprechend an unteren Extremitäten mangelte. Was für ein Glück!

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Was man dafür braucht:

  • Koffer
  • Möbelbeine
  • Schrauben und Unterlegscheiben
  • Eine Holzplatte, die perfekt in den Koffer passt
  • Optional Farbe

 

Und so gehts:

Schritt 1

Beine zurechtsägen. Meine Exemplare waren oben ungleich, deswegen wurden sie einmal auf die gleiche Länge gesägt und abgeschliffen.

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Schritt 2

Löcher bohren. Die Löcher, durch die die Schrauben später durchkommen an den Koffer und die Platte anzeichnen und mit einem zu den Schrauben passenden Bohrer bohren.

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Schritt 3

Beine festschrauben. Dafür braucht man eventuell Hilfe. Eine zusätzliche Hand, die die Beine hält, während der andere schraubt ist von Vorteil.

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Fertig!

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3D Eckgemälde mit Stillleben Tutorial

Wir feiern heute unser einjähriges Wohnungsjubiläum. Zeit zuzugeben, dass wir eigentlich in einer Zweiraumwohnung wohnen. Während wir die restliche Wohnung langsam aber sicher salonfähig machten, haben wir die Wohnzimmertür nur geöffnet, um etwas hineinzuschmeißen, manchmal, aber eher selten sogar etwas herausgeholt. Es war quasi das hässliche, nicht leibliche Kind, was unter der Treppe wohnt. Eines, was man lieber versteckt, wenn Besuch kommt. Eines, bei dem man lieber das Thema wechselt, wenn die Sprache darauf kommt.
Aber nach einem Jahr, kann man sich langsam mal annähern. So Stück für Stück.
Ich habe angefangen meine Ecke heimelig zu machen, mich Schreibtischmäßig mal eben um 70cm verkleinert und allgemein ein bisschen weniger Prunk und Plunder herangeschleppt, im Gegenteil, mehr Mut zu weniger bewiesen. (Ich bin eigentlich überhaupt nicht der Minimalismustyp, zu viel ist eigentlich gerade richtig und Jugendstil und Rokoko waren voll mein Ding. Aber Pinterest und Instagram haben das System Gehirnwäschetechnisch ganz unauffällig von unten angegraben und jetzt finde ich eben 60er-Möbel und Minimalismus toll (#garnichtwahrwarallesmeineidee))

 

Und wieder einmal musste eine Ecke in unserer Wohnung dran glauben, jetzt haben wir nur noch 20 freie.
Aus meinen goldenen Zeiten gab es noch Restbestände im Rahmen eines Rahmens und mithilfe von zwei Winkeln wurde daraus fix ein 3D Gemälde in Form eines Stilllebens. Mal gucken wie lange das so bleibt, ich bin nämlich wahrlich nicht gut im Gießen, nicht dass es ein Stilltotes wird. (Um die Brisanz zu verdeutlichen: hätte ich tatsächlich ein hässliches, ungeliebtes Kind, ich würd’ es glatt unter der Treppe vergessen)

 


 

 

Was man dafür braucht:

Eine Ecke
Ein Rahmen
Zwei Winkel plus Dübel und Schrauben
(Optional: Ein Eckregal plus Pflanze, wahlweise auch eine wollüstige halbnackte Frau die mit Trauben posiert oder anderes gemäldetaugliches Material)

 

 

 

 

Und so gehts:

Erster und letzter Schritt:
Den Rahmen in die Ecke halten und anzeichnen wo die Winkel angebracht werden sollen. Löcher bohren, Winkel anbringen. Löcher oben in den Rahmen bohren, wo dann die Winkel sitzen. Rahmen an die Winkel anbringen.