Marilyn Tutorial

Wer kennt sie noch? Spätestens in der Grundschule kommt man mit den

vierspitzigen Dingern

in Berührung, wenn irgendjemand angerast kommt und einen

nötigt

eine Zahl zu sagen.

Schnippschnapps oder auch Himmel und Hölle

genannt, die kleinen oder auch großen Faltobjekte, die man auf Origamibasis aus

Quadraten

falten kann. War bei uns damals voll im Trend. Wenn man ein paar mehr faltet, kann man sie aufeinanderstapeln. Oder auch an den

Ecken aufeinanderstecken.

Ich beschäftige mich zurzeit viel mit

Pixeln

. Ich finde es faszinierend, dass viele

einzelne Punkte zusammen ein großes Ganzes ergeben können.

Diese beiden Attribute, brachten mich auf folgendes Projekt:

(Ich lade hiermit ein, aufzustehen und zwei Schritte zurückzutreten, oder  die Augen zusammenzukneifen. Das ist nämlich das lustige an Pixeln. Ist man zu nah dran, erkennt man das Ganze nicht mehr.)

Darf ich vorstellen:

Die Frau, die mir den Schlaf raubte.

Was man dafür braucht:

Motiv (entweder schon gepixelt, oder mit Gimp pixeln)

Buntes Papier

Schere

Lineal

Kleber

Geduld

Schritt 1

Man wähle ein Motiv aus. Ich bin

Andy Warhols Kunst

sehr zugetan und Marylin Monroe ist auch

keine schlechte Wahl

, um sie sich ins Wohnzimmer zu hängen. Dann vergrößert man die Pixel des Motivs, ich hab das mit Gimp gemacht. (

Der Copyshop-Mann hat mich ganz erschrocken gefragt ob das so gehört

.)

.Man braucht auf jeden Fall eine Vorlage, damit man weiß, was wohin kommt.... Ab dann ist das alles eigentlich nur noch kiki...

Schritt 2

Dann besorge man sich farblich passendes Papier (Mein Vater fragte mich, warum ich nicht einfach weißes genommen habe und es danach angemalt habe, aber mal ehrlich, das wäre

zu einfach

gewesen, ein bisschen

Nervenzusammenbruch

muss doch auch mal sein)

Schritt 3

Man schneidet aus dem Papier

Quadrate

aus, je nachdem wie groß das Bild im Endeffekt werden soll und wie viele Pixel die Vorlage hat.

Meine waren

6,5cm x 6,5cm.

Schritt 4

Dann faltet man viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele viele

vielevielevielevieleviele Schnippschnapps, bis zum

Erbrechen

und noch weiter....

Schritt 5

Man stecke die Schnippschnapps aufeinander und klebe sie fest.

Diagonal passen sie aufeinander. Ecke auf Ecke.

Schritt 6

Wenn man den langen Weg gemeistert hat und das Bild fertiggestellt hat, dann messe man es aus, laufe in den Baumarkt und lasse sich eine

Holzplatte in der passenden Größe

zuschneiden.

Schritt 7

Man nagle Haken hinten an die Holzplatte. Ich habe sie noch in unserer Wandfarbe grundiert, damit sie nicht so auffällt. Dann nagle man Nägel in die Wände. Daraufhin nehme man sich

kompetente Mitbewohner

, die einem helfen, das Monstrum auf der Holzplatte zu befestigen. Wir haben Heißkleber genommen,

die Methode für Ungeduldige

. Einer klebt und einer Rollt die "

Marilyn-Matte

" direkt hinterher.

Schritt 8

Aufhängen.

Max Zorn und die Paketklebebandkunst

Quelle

 Max Zorn ist

Street Artist

. Er beklebt

Straßen mit Paketklebeband

. Nichts besonderes, hört sich zumindest vollkommen unbesonders an. Nun ist es allerdings so, dass der Titel

"Künstler"

nicht von ungefähr kommt. Zumindest meines Erachtens nicht. Und dieser hat nichts mit der (ich hatte sie schonmal erwähnt)

Banane im Glaskasten

zu tun.

Aber zurück zu

Max Zorn

. Dieser arbeitet im Dunkeln, das ist auch nichts besonderes, viele StreetArt-Künstler arbeiten in der

verschleiernden Dunkelheit

. Jedoch braucht Max Zorn die Dunkelheit für seine Kunst. Er sucht sich Lichtquellen, irgendwo in der Stadt und beklebt diese mit Paketband, was die wunderbare Eigenschaft besitzt Lichtdurchlässig zu sein, und je mehr Lagen, desto Lichtundurchlässiger.

Noch nie habe ich so filigrane Kunst, mit so etwas unfiligranem und alltäglichem wie Paketklebeband gesehen. Würd ich eines seiner Kunstwerke auf der Straße finden, würd ichs abrupfen und mitnehmen. (Auch auf die

 Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache ;))

Im Video sieht man wies gemacht wird und

Hier

gehts zu seiner Website.

Unglaublich der Mann

.